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Die Geschichte der Sonnen-Apotheke
Am 9. Januar des Jahres 1735 stellte Wilhelm Fridrich Sonntag, Provisor der Einhorn-Apotheke zu Mannheim, dem Speyerer Magistrat den Antrag, in Speyer eine dritte Apotheke eröffnen zu dürfen.
Nach reiflicher Überlegung und sorgfältiger juristischer Prüfung der gesetzlichen Vorgaben fiel die Entscheidung zu Gunsten Sonntags aus.
Zum einen führte der Magistrat der Stadt als Grund den starken Bevölkerungszuwachs an, zum anderen suchte gerade in jenem Zeitraum eine epidemisch verlaufende Krankheit die Stadt heim und beschleunigte somit die Verhandlungen.
So wurde dann relativ rasch die Privilegierurkunde aufgesetzt und am 7. Februar 1735 im Stadtsenat verlesen.
Am 9. April des selben Jahres legte Sonntag seinen Eid als Apotheker ab und eröffnete auf der Maximilianstraße die Sonnen-Apotheke, in der am 23. November die Eröffnungsrevision stattfand.
Wilhelm Fridrich Sonntag führte nun die nächsten 26 Jahre diese Apotheke, bis er am 17. Dezember 1761 nach langer und schmerzhafter Krankheit verstarb.
Die darauffolgenden Besitzer beziehungsweise Provisoren waren:
Provisor Johann Gottfried Garisch
er führte die folgenden 15 Jahre die Apotheke (bis 1777)
Ludwig Wilhelm Sonntag (*1746 / †12.12.1816)
Sohn aus zweiter Ehe Sonntags; erbte 1777 die väterliche Apotheke und führte sie die nächsten 39 Jahre (bis 1816); keines seiner Kinder erlernte den Apothekerberuf;
Dr. med. Köhler (Sonntags Schwiegersohn)
er übernahm ab dem 26. Februar 1817 die Apotheke mit einer Sondergenehmigung; die Betriebserlaubnis war an seine Person gebunden und erlosch mit seinem Ableben;
Provisor Johann Heinrich Stoeß
ab 1821 verwaltete er die Sonnen-Apotheke und übernahm sie als Eigentümer
Provisor Karl August Pfülf (Schwiegersohn von J.H. Stoeß)
er verwaltete für die Erben die Apotheke, bis er am 9. März 1843 die Konzesion erhielt;
Eduard Pfülf (Sohn)
er übernahm am 16. Oktober 1883 die Apotheke und leitet sie bis 1890;
Dr. Carl Diernfellner
er erwarb am 23. Dezember 1890 die Sonnen-Apotheke und leitete sie bis zu seinem Tode im Jahre 1929;
Verwalter Adolf Blickendörfer
Speyerer Apotheker;
Verwalter Lorenz Wingerter
Speyerer Apotheker;
Hans Eiberger (* / †)
vorher Apothekenbesitzer im Marktzeuln erhielt am 15. Juli 1930 durch Entscheid des bayerischern Innenministeruims die Konzession der Sonnen-Apotheke; 1935 wurde diese umgebaut;
Helmuth Eiberger (* / †)
er übernahm nach dem Tode seines Vaters 1956 die Sonnen-Apotheke, lies diese 1958 umbauen und leitete sie bis zu seinem Tode;
Dr. Hellmuth Eiberger (* 1948)
übernahm zusammen mit Ehefrau Brigitte, Apothekerin, 1980 die Leitung der Sonnen-Apotheke als Pächter; der erste Umbau erfolgte 1983, der zweite 2000;
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